Dentalphobie - Die grauenhafte Angst vor dem Zahnarzt


Dentalphobie - Die grauenhafte Angst vor dem Zahnarzt

Foto: © 1996 PhotoDisc Inc. - Keith Brofsky

Weiße Zähne, ein strahlend schönes Lächeln und der richtige Biss - Gesunde Zähne sind von essentieller Bedeutung für unsere gesamte Gesundheit. Wie es in unserem Mund aussieht, sagt viel über unser Leben und unsere Lebensweise aus.

Vor diesem Hintergrund sollte man auf die eigenen Zahnprobleme nicht nur mit individuellen Lösungen reagieren, sondern darüber hinaus einen ganzheitlichen medizinischen Ansatz verfolgen. Denn klinische Symptome im Bereich des Mundes sind vom restlichen Körper nicht zu trennen.

Im Einzelnen bedeutet das vor allem, dass man sich ausreichend Zeit nehmen sollte, im Gespräch klar und strukturiert die unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um im intensiven Dialog gemeinsam den optimalen Behandlungsplan für die persönlichen Zahnprobleme abzustimmen. Hierbei ist es von besonderer Bedeutung, den individuellen Bedürfnissen der Patienten auf den Grund zu gehen und vor allem auf seine Ängste Rücksicht zu nehmen.

Angst ist natürlich

Angst ist eine überlebensnotwendige Emotion. Sie dient dem Schutz des menschlichen Organismus. Durch das Erkennen einer bedrohlichen Situation wird die Angst ausgelöst. Unsere Urinstinkte sorgen dafür, dass dann eine angebrachte Reaktion vom Körper ausgelöst wird - in den meisten Fällen Flucht. Neben dieser natürlichen Schutzfunktion gibt es pathologische Ausprägungen der Angst. Irrationale und intensive Ängste, die sich gegen einen Gegenstand, eine Person oder Situation richten, werden als Phobie bezeichnet.

Auch Zahnärzte werden in der Praxis täglich mit unterschiedlich stark ausgeprägten Ängsten ihrer Patienten konfrontiert. Notwendige Eingriffe werden hierdurch oftmals sehr erschwert. Ganz gleich, ob Zahnarzt oder Zahnärztin - viele Patienten, Kinder wie Erwachsene, gehen ungern zum Zahnarzt oder haben sogar Angst vor ihm.

Dabei ist die Angst an sich eigentlich unbegründet. Dem Zahnarzt stehen heutzutage moderne und schmerzfreie Verfahren zur Verfügung. So gibt es neben den verschiedenen Arten der Lokalanästhesie, der örtlichen Betäubung, zudem die Möglichkeit der Sedierung (eine leichte Narkose mit Lachgas oder ähnlichem). Sie gilt als eine der modernsten und sichersten Methoden, um entspannt und angstfrei behandelt zu werden.

Jeder fünfte Patient hat Angst vor einem Zahnarztbesuch. Darum helfen immer mehr Zahnärzte, wie z.B. Dr. med. dent. Konstanze Behrens (eine Zahnärztin aus Lübeck) ihren Angstpatienten mit einer beruhigenden Lachgassedierung. Durch das Einatmen des Lachgas-Sauerstoff-Gemisches verliert der Patient die Furcht vor Spritzen, Bohrern oder dem Eingriff selbst. Durch das Lachgas wird nicht nur die Angst vor der Behandlung, sondern auch das Schmerzempfinden reduziert. Ein Grund, warum die Lachgassedierung auch in anderen medizinischen Bereichen, wie zum Beispiel der Venenheilkunde und Gynäkologie, eingesetzt wird.

Jahrhundertelange Bewährung

Das Sedativum gehört seit über 150 Jahren in den Niederlanden, den Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien und vielen weiteren Ländern zum zahnärztlichen Behandlungsalltag. Vor allem Angstpatienten und Kinder, aber auch Patienten, die eine „Wellnessbehandlung“ bevorzugen, lassen sich gerne mit Lachgas behandeln. Das Lachgas löst beim Patienten ein Gefühl von Geborgenheit und eine tiefe Entspannung aus.

Eine Kooperation mit dem Zahnarzt ist dennoch jederzeit möglich, da der Patient während der gesamten Behandlung ansprechbar ist. So wird der Würge- und Schluckreiz reduziert und die Behandlung kann schneller erfolgen. Dem stimmt auch die Zahnärztin Dr. Behrens zu: „Die Lachgassedierung ist ideal bei ängstlichen Patienten!“ Sie wendet diese dentale Sedierung zur Patientenberuhigung schon seit Jahren erfolgreich in ihrer Zahnarztpraxis in Lübeck an. Und damit steht sie nicht alleine da. Viele andere Zahnärzte machen sich die Vorteile einer solchen Narkose zu Nutzen und helfen somit Zahnarztangst zu überwinden.